Schulstart 2026/27 in Österreich: Was sich ändert – Stundentafeln, Schulgelder & neue Regeln
Der Schulstart 2026/27 steht bevor – und wie jedes Jahr gibt es Änderungen, die Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte betreffen. Neue Regelungen bei Stundentafeln, Schulveranstaltungen, Lernmitteln und Förderangeboten können den Schulalltag spürbar verändern. Dieser Überblick fasst zusammen, was sich konkret ändert und worauf ihr euch jetzt vorbereiten solltet.
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Neue Stundentafeln an AHS und BHS
Das BMBWF hat für mehrere Schultypen Anpassungen in den Stundentafeln vorgenommen. An der AHS-Oberstufe (5.–8. Klasse) wird der Digitale Grundbildung-Unterricht ausgebaut – statt einem Wochenstunde in der Unterstufe wird das Fach stärker in Pflichtfächern der Oberstufe integriert. An HTLs und HAKs gibt es ebenfalls Anpassungen in Richtung Digitalisierung und Englisch als Arbeitssprache in technischen Fächern.
Für Schüler:innen bedeutet das in einigen Fällen mehr Wochenstunden in bestimmten Bereichen. Wer in der Oberstufe neu beginnt oder die Klasse wechselt, sollte den aktualisierten Stundenplan der eigenen Schule zu Beginn des Jahres genau prüfen.
Schulbeihilfe und Förderangebote 2026/27
Die Einkommensgrenzen für die Schulbeihilfe wurden für 2026/27 leicht nach oben angepasst. Das bedeutet, dass etwas mehr Familien Anspruch auf Unterstützung haben als im Vorjahr. Anträge können wie gewohnt zu Schulbeginn über die Schule oder die zuständige Schulbehörde gestellt werden.
Neu: Das Förderprogramm "Lernunterstützung Plus" wird ausgeweitet. Schüler:innen an NMS und AHS-Unterstufe mit dokumentierten Lernschwierigkeiten können in mehr Fächern kostenlose schulinterne Förderstunden beantragen. Die genauen Modalitäten hängen von der jeweiligen Schule ab.
Schulveranstaltungen und Ausflüge – was gilt ab 2026/27?
Die Regelungen für mehrtägige Schulveranstaltungen (Schul-Skiwochen, Sprachreisen, Projektwochen) wurden leicht angepasst. Eltern haben nun das Recht, eine detailliertere Kostenaufstellung zu erhalten, bevor sie der Teilnahme zustimmen. Für Familien mit finanziellen Engpässen stehen bei der Schule Unterstützungsfonds zur Verfügung – das sollte aktiv nachgefragt werden.
Auch der Kostenrahmen für Lernmittel wurde neu definiert: Schulen sind verpflichtet, Schüler:innen zu Beginn des Jahres eine vollständige Liste aller benötigten Materialien zu übergeben, damit Eltern ausreichend Zeit zur Beschaffung haben.
Digitale Lernmittel und Schulbücher 2026/27
Die Schulbuchaktion deckt weiterhin den Großteil der Pflichtschulbücher ab. Neu ist, dass digitale Lernmittel (E-Books, Lern-Apps) in ausgewählten Fächern erstmals über die Schulbuchaktion gefördert werden – was konkret geliefert wird, hängt von der Schule und dem jeweiligen Fach ab.
Wer in der Oberstufe oder an einer BHS (HTL, HAK) ist: Dort greift die Schulbuchaktion eingeschränkt. Viele Fachbücher und Skripten müssen selbst angeschafft werden. Lernplattformen wie lerneasy.at ergänzen die Lernmaterialien durch direkte Erklärung mit einer erfahrenen Lehrkraft – gerade dann hilfreich, wenn Schulbücher komplex oder veraltet sind.
Tipps für einen guten Start ins Schuljahr 2026/27
Ein guter Schulbeginn legt die Basis für das gesamte Jahr. Wer Lücken aus dem Vorjahr schon jetzt aufarbeitet, startet ohne Rückstand – und hat im Oktober noch keinen Stressdruck.
Das Schuljahr 2026/27 bringt einige Neuerungen – aber der wichtigste Faktor für Erfolg bleibt derselbe: früh beginnen, Lücken kennen und gezielt schließen. Wer jetzt eine Lehrkraft bucht, startet mit klarem Kopf und gutem Fundament ins neue Schuljahr.